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Die sonst so grüne Woltersdorfer Bahnhofstraße zeigt sich in diesen
Septembertagen in staubigem Graubraun.
(Blick v. Haus Czorny in Richtung Ziegeleistraße)

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Auf dem Friedhof an der Feldkirche kann man die frühere Rasenfläche
 nur noch erahnen.

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Steppenlandschaft - so weit das Auge reicht.
(Blick vom Sportplatzweg zum Mühlenteich in südwestliche Richtung)

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Auf der Ranchkoppel von Dieter Wulf jun. suchen die Highlander-Zuchtrinder vergebens nach grüner Nahrung. Dafür müssen sie jetzt täglich gefüttert werden -
was für ein zusätzlicher und kostenintensiver Aufwand!

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Auf diesem einstigen Rübenacker stehen die kümmerlichen Pflanzen
nur noch in fragmentarischer Formation.
(Blick v. Friedhofstor am Pastorenwald zur Bauernheide in Richtung Süden)

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Lediglich der neue Sportplatz stellt sich dem Betrachter wohltuend als grüne Oase dar.
Das verdankt er nur der intensiven Beregnung seit Ende April, die im täglichen
Wechsel mit dem alten Sportplatz durchgeführt wird.

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So sehen bei uns viele Wälder im Unterholz aus - knochentrocken!
(Das kleine Wäldchen am Milchstellenweg)

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Grün sind nur noch die schmalen Uferstreifen des Lucie-Kanals
- ansonsten herrscht hier aber Wassermangel.
(Blick in Richtung westlicher Bogen zur ÜFeSt hin)

Es kann schon sehr gut sein, daß das Jahr 2018 mit seinem „Jahrhundertsommer“ in die Wetterannalen eingehen wird aber mir fällt dazu eher etwas zu dem Tropensommer 1959 ein. Nicht umsonst wurde das Jahr zum besten Weinjahr des vergangenen Jahrhunderts erkoren:

„Am Montag, den 22. Juni 1959 stand für uns Oberstufenschüler der Volksschule Woltersdorf mal wieder Sport auf dem Stundenplan. Natürlich nutzten wir dafür den hinteren Teil des Schulhofs, der sonst einer grünen Wiese glich.
In diesem Jahr aber hatte es seit Anfang Mai nicht mehr geregnet und die Temperaturen erreichten seit vielen Tagen tropische Höhen. Dementsprechend war auch die Schulwiese im Mitleidenschaft gezogen worden und präsentierte sich staubig und graubraun.
Es bleibt anzumerken, daß das Wort „hitzefrei“ im Sprachschatz unseres Schulleiters nicht vorkam und so machten wir uns ziemlich lustlos daran, ein Spielfeld für Völkerball abzustecken.
Auf dem angrenzenden Grundstück hatte der Besitzer Heinz Kräft einen sog. Buschhacker in Betrieb genommen, der einen Höllenlärm verbreitete, so daß man kaum sein eigenes Wort verstehen konnte. Plötzlich kam seine Schwester Gertrud Böttcher händeringend zu unserem Lehrer auf den Schulhof gelaufen und rief: „ Es ist Feueralarm - habt ihr denn die Sirene nicht gehört?“ Was wunder, bei dieser Geräuschkulisse.
Überraschend schnell hatte unser Lehrer den Trainingsanzug mit seiner Feuerwehruniform getauscht und rauschte mit seinem weißen VW-Käfer in einer riesigen Staubwolke von dannen. Für uns Kinder bedeutete dieses abrupte Ende des Sportstunde gleichzeitig auch Schulschluß, den wir bei diesem Badewetter auch gern in Kauf nahmen.
Im Laufe des Tages erfuhren wir, daß durch die anhaltende Dürre ein großer Waldbrand in der Göhrde wütete und fast alle Feuerwehren im Landkreis Lüchow-Dannenberg alarmiert worden waren. Leider kam die Frw. Feuerwehr Woltersdorf an diesem Tag nicht mehr zum Einsatz, weil das bejahrte Feuerwehrfahrzeug bereits kurz hinter Lüchow mit einer Motorpanne liegen blieb. Erst nach mehrtägiger Reparatur konnte dann die Woltersdorfer Wehr unterstützend in das Brandgeschehen eingreifen. Diesmal aber ohne unseren Lehrer, was wir natürlich leise bedauerten.“ J.K.